Auftraggeber: EIN IM KRANKENHAUSBEREICH TÄTIGES UNTERNEHMEN MIT DEM ZIEL, KRANKENHÄUSER UND DIE UMWELT ZU VERBESSERN DURCH VEREINFACHUNG DER ABFALLENTSORGUNG UND BEHANDLUNG VON KRANKENHAUSABWASSER
Ort: ROTTERDAM - HOLLAND
Anwendungsbereich: WASSERAUFBEREITUNGSANLAGE
Ziele
Der Auftraggeber benötigte verschiedene Tragwerke für den Zugang und die Inspektion des komplexen Maschinensystems und der Behälter der Anlage: • Im Bereich der Bioreaktoren, wo sich die Sammelbehälter der Krankenhausabwässer befinden, sollte ein Laufsteg zur Erreichung und Inspektion der Ventile gebaut werden. Der Freiraum über diesen Sammelbehältern zur Positionierung der Laufstege, ca. 20 Meter lang in zwei parallelen Richtungen, war sehr gering und außerdem gab es vereinzelte Stützpunkte. • Im Bereich der Membranen, sollten auf einer Höhe von zirka 3 Metern, Laufstege zur Wartung der Ventile realisiert werden. Der Bereich unterhalb der Laufstege sollte so frei wie möglich bleiben, um den regelmäßigen Arbeitsgang, den Personenverkehr und den Materialtransport auch mit Gabelstapler, zu gewährleisten. Aus diesem Grund sollten die Stützpfosten laut den geometrischen Kundenvorschriften positioniert werden. Das Tragwerk sollte außerdem jegliche Interferenz mit den bestehenden elektrischen Röhren und Kabeln vermeiden. • 3 Maschinen von je 450 kg sollten weiter auf einen Sonderlaufsteg in einer Höhe von 3 m gestellt werden. Angesichts des begrenzten Raumes wurde der Laufsteg mit einer abnehmbaren Luke versehen, um den Durchgang der vom Boden her hochgehobenen Maschinen und deren Installation zu ermöglichen.
Gewählte Lösung
Die Probleme wurden wir folgt gelöst: • Im Bereich der Bioreaktoren wurden GFK-Pfosten abwechslungsweise zu den bestehenden Stahlpfosten eingebaut, um die Stützpunkte der Laufstege zu vermehren. Die verminderte lichte Weite zwischen den Stützen hat den Einbau von vorgefertigten Laufstegen mit niedrigeren Profilen als 100 mm ermöglicht. Somit wurde die Nutzhöhe über den Laufstegen trotz dem geringen Freiraum nicht weiter verringert und auch die Montage der Laufstege vereinfacht. • Im Bereich der Membranen wurden die Stützpunkte so wie verlangt positioniert. Der Freiraum unter der Tragstruktur wurde dank Verbindungslaufstegen mit Kragträgern parallel zu den Filtern realisiert, wodurch auch Tragpfosten eingespart werden konnten. Das Problem der Abstimmung zwischen bereits bestehenden Strukturen und Neuen, wurde mittels einer 3D-Zeichnung der GFK-Tragwerke von M.M., die in die 3D-Kundenzeichnung integriert wurde, gelöst. • Der Laufsteg wird zum einen Teil von Pfosten gestützt und ist zum anderen Teil an die anliegende Betonwand befestigt. Die Planung der Tragstruktur sollte ebenfalls das Gewicht und das Volumen der darauf positionierten Maschinen, welche durch einen abnehmbaren Gitterrost mittels Gabelstapler von unten her auf die Gitterroste gehoben werden, berücksichtigen.
